Was wäre wenn man aus Hamburgs Häusern ein bisschen mehr Mallorca macht?
Deutschlands schönste Stadt ist weltweit bekannt durch das größte Städtebauprojekt der aktuellen Dekade, die Hafencity. Auch in der Innenstadt entstanden und entstehen zur Zeit viele Neubauten,die zumeist als Büroflachen genutzt werden. Betrachtet man jedoch viele davon, so ist der dunkle Beton oder Klinker auffällig. Dunke Farben wie Anthrazit oder Schwarz scheinen seit Jahren bei Architekten für großflächige Hochhäuser sehr beliebt zu sein. Diese Farbgebung gilt es schnell zu überdenken. Eine freundlichere sollte her.
Denn wenn man Steven Chu, Nobelpreisträger und Barrack Obamas Energieminister, folgt, müssten all diese Neubauten demnächst neu gestrichen werden, und zwar weiß. Beim Nobel Laureate Symphosium in London schlug er vor dem simplen Weg von Ländern wie Griechenland, Spanien und allen anderen “heißen” Ländern nachzueifern, die seit Jahrhunderten ihre Häuser gegen die Hitze mit Hilfe weißer Farbe schützen und die Sonnenstrahlen so zurück reflektieren lassen. Häuser und Gehwege sind wie beim Beispiel des weltweit, wegen seiner farblich einheitlichen Häuser bekannten Insel Mykonos, ganz in Weiß gestrichen. Wer Athen von oben sieht erkennt nur eine einzige Fläche weißer Häuserdächer – und bereits viele Solarpanele zur Stromerzeugung.

Laut Chu hätte das Weißen von Strassen, Dächern und Häusern den gleichen Einspareffekt als nähme man alle Autos für 11 Jahre von der Strasse. Die Abkühlung für den Planeten wäre enorm. In Studien, die er und seine Kollegen Hashem Akbari und Surabi Menon seit 1985 zum Thema ” Wie helle Dächer und Strassen den heißen urbanen Inseleffekt ausgleichen können” machten, ergab sich,dass die Farbänderung global gesehen mehrer Millionen Tonnen CO2 einsparen kann. (Photo: Athen vom höchsten Punkt der Stadt aus gesehen)
Ein einfacher Plan, der zudem seit Jahrhunderten bei südeuropäischen und nordafrikanischen Völkern wegen seiner Effektivität technische Tradition ist . Fragt sich wie lang es noch dauern wird bis dieser Trend auch Hamburg erreichen wird?
Das dürfte übrigens vielen Hamburgern gefallen, die ja auch bekanntlich gern nach Mallorca fahren. Das eigene Haus hätte dann noch mehr Ähnichkeit mit dem geliebten Feriendomizil, und was kann schöner sein als das ständige Gefühl von Urlaub?
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