Hamburg – dunkle Stadt

Oktober 15th, 2009

Was wäre wenn man aus Hamburgs Häusern ein bisschen mehr Mallorca macht?

Deutschlands schönste Stadt ist weltweit bekannt durch das größte Städtebauprojekt der aktuellen Dekade, die Hafencity. Auch in der Innenstadt entstanden und entstehen zur Zeit viele Neubauten,die zumeist als Büroflachen genutzt werden. Betrachtet man jedoch viele davon, so ist der dunkle Beton oder Klinker auffällig. Dunke Farben wie Anthrazit oder Schwarz scheinen seit Jahren bei Architekten  für großflächige Hochhäuser sehr beliebt zu sein. Diese Farbgebung gilt es schnell zu überdenken. Eine freundlichere sollte her.

Denn wenn man Steven Chu, Nobelpreisträger und Barrack Obamas Energieminister, folgt, müssten all diese Neubauten demnächst neu gestrichen werden, und zwar weiß. Beim Nobel Laureate Symphosium in London schlug er vor dem simplen Weg von Ländern wie Griechenland, Spanien und allen anderen “heißen” Ländern nachzueifern, die  seit Jahrhunderten ihre Häuser gegen die Hitze mit Hilfe weißer Farbe schützen und die Sonnenstrahlen so zurück reflektieren lassen. Häuser und Gehwege sind wie beim Beispiel des weltweit, wegen seiner farblich einheitlichen Häuser bekannten Insel Mykonos, ganz in Weiß gestrichen. Wer  Athen von oben sieht erkennt nur eine einzige Fläche weißer Häuserdächer – und bereits viele Solarpanele zur Stromerzeugung.

Athen from Top 2

Laut Chu hätte das Weißen von Strassen, Dächern und Häusern den gleichen Einspareffekt    als nähme man alle Autos für 11 Jahre von der Strasse. Die Abkühlung für den Planeten wäre  enorm. In Studien, die er und seine Kollegen Hashem Akbari und Surabi Menon seit 1985  zum Thema ” Wie helle Dächer und Strassen den  heißen urbanen Inseleffekt ausgleichen  können” machten, ergab sich,dass die Farbänderung global gesehen mehrer Millionen  Tonnen CO2 einsparen kann.  (Photo: Athen vom höchsten Punkt der Stadt aus gesehen)

Ein einfacher Plan, der zudem seit Jahrhunderten bei südeuropäischen und   nordafrikanischen Völkern wegen seiner Effektivität technische Tradition ist . Fragt sich wie   lang es noch dauern wird bis dieser Trend auch Hamburg erreichen wird?

Das dürfte übrigens vielen Hamburgern gefallen, die ja auch bekanntlich gern nach   Mallorca   fahren. Das eigene Haus hätte dann noch mehr Ähnichkeit mit dem geliebten   Feriendomizil, und was kann schöner sein als das ständige Gefühl von Urlaub?

Noch mehr Informationen  zum Thema Klimawandel gibt es unter:  www.blogactionday.org

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