Hamburgs Umweltbehörde will kein Umweltboot auf der Alster

Januar 18th, 2012

“UMWELTHAUPTSTADT” WEHRT SICH MIT ALLER MACHT GEGEN AUFKLÄRUNGFAHRTEN DES EINZIGEN UMWELTBOOTS AUF DER ALSTER

Alster Umweltaufklärung für Schüler ersatzlos gestrichen

Die Hamburger Umweltbehörde hat die Idee des gemeinnützigen Vereins Green Life abgelehnt, ein weiteres Jahr kostenlose Umwelttouren für alle Bürger auf der Alster anzubieten (zum NDR Hamburg Journal Bericht mit diesen Link). Die SOLARIS hatte ihre Fahrerlaubnis im Umwelthauptstadtjahr 2011 nur erhalten weil sich ein Alsteranleger zur Verfügung stellte und sein Dieselmotorboot für die Solaris in 2011 still legte. Es bestand von Seiten der Umweltbehörde bis dahin kein Interesse noch aktive Förderung für ein Umweltboot und Aufklärungsfahrten auf der Alster im Umweltjahr. Nun soll mit den kostenlosen Umwelttouren, die der Regierung offensichtlich ein Dorn im Auge sind, endgültig Schluss sein. Zuvor wurde der Betrieb erschwert soweit es nur ging. Die SOLARIS bekam nach langem Insistieren nur eine Erlaubnis für drei Tage die Woche, dann wurde die Fahrten an das “Umwelthauptstadtlogo” gekoppelt und auf den 30.10.11 begrenzt, ursprünglich untersagte die Fahrerlaubnis sogar Fahrten mit Personen zu Vorführungszwecken. Eine gesetzliche Grundlage zu schaffen für CO2-freie Elektromobilität zu Schulungszwecken für Kinder, Schüler und alle, die unsere Welt demnächst gestalten werden, scheint für den Senat keine Option.

Amsterdam, der Freistaat Bayern und das Land Taiwan haben bereits jegliche umweltschädliche Dieseltechnik per Gesetz abgeschafft im Binnenschifffahrtsbereich. Elektroboote werden hier gefördert, brauchen in Bayern z.B. nur noch eine TÜV Prüfung und gar keine behördliche Anmeldung mehr auf Binnengewässern.Green Life hatte zusammen mit Utopia und dem Hersteller Solarwaterworld ein baugleiches Boot auf den Starnberger See gebracht, das dort ebenfalls begeistert aufgenommen wurde.

Die zentrale und für alle Bürger für Touren einfach zu erreichende Alster soll gegen das emissionsfreie Boot geschützt werden. Hierzu wird die Alsterschifffahrtsverordnung bemüht, die alle bisher vorhanden und genehmigten Boote legitimiert und deren eigentliche Hauptaufgabe der Gewässerschutz sein sollte. Der Sprecher der BSU (Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt), Christian Landbeck, entgegnete auf unzählige schriftliche Anfragen von Hamburger Bürgern, die weiterhin aktiven Umweltschutz auf der Alster mit der SOLARIS wollen mit der Begründung, die Alster schützen zu wollen. Aus dem Antwortschreiben: “Bitte haben Sie Verständnis dafür dass die Alsterschifffahrtsverordnung  dem Schutz des Gewässers und der Ufer sowie der Tiere und Pflanzen und der Landschaft dient und der Alster als Naherholungs-und Sportgebiet erhalten soll.“

Alle auf der Alster zugelassenen Motorboote unterliegen dieser Alsterschiffahrtsverordnung und werden mit zwei Ausnahmen mit Öl und Dieselkraftstoff betrieben. Wie soll dieser Sachverhalt die Umwelt und das Gewässer schützen? Die Vorbildfunktion und das Alleinstellungsmerkmal des in 2010 gebauten Solarbootes SOLARIS, das 100% emissionsfrei ist und seine Energie autark an Bord herstellt sei keine Grundlage für eine generelle Fahrerlaubnis und kostenlose Touren für Schüler und Hamburger Bürger. Auch die mit zwölf Jahre alter Technik ausgestattete “Alstersonne” der Alstertouristikgesellschaft fahre mit Solartechnik. Eine Tour mit der Barkasse kostet für Erwachsene ab 16 Jahren 13.00 EUR und für Kinder 6,50 EUR.(Quelle: ATG Website). Die Alsterflotte sollte nach und nach auf umweltfreundliche Antriebe umgerüstet werden, so die vollmundige Ankündigung aus dem Jahr 2000. Mit Steuergeldern angeschafft wurde seitdem nur ein Brennstoffzellenboot für 7,5 Millionen Euro, das gleich zu Beginn 2010 nach einem technischen Defekt ein Jahr wieder in der Werft lag.

Bürger fordern weiterhin kostenlose Umwelttouren

SEIT 11 JAHREN KEINE UMRÜSTUNG AUF UMWELTFREUNDLICHE ANTRIEBE

Die “vergleichsweise strengen Maßstäbe der Alsterschifffahrtsverordnung” sehen keine Proleme bei Passagierschiffbooten, die alle zwei Wochen ca. 1000 Liter Diesel benötigen ( Aussage des Heizers einer Alsterbarkasse auf Green Life Nachfrage) und natürlich permanent Abgase durch ihre Auspuffe ausstossen. Wer mit der SOLARIS gefahren ist, so wie mittlerweile über 1500 Bürger, konnte sich live davon überzeugen. Auch alle anderen Motorboote auf der Alster, die jährlich eine neue Fahrerlaubnis erhalten, mussten bislang nicht auf CO2-freie Antriebe umgerüstet werden. Auch die Klimaziele der Stadt Hamburg sehen dies anscheindend nicht vor. Die SOLARIS ist nach überprüfbarem Kenntnisstand das einzige Boot, das alle Auflagen erfüllt, die die Maßstäbe zur Verordnung bilden. Hier die Fakten:

Die Alsterschifffahrtsverordnung schreibt in ihrem § 2 Absatz 3 vor:

(3) Die Erlaubnis kann den Fahrbetrieb auf bestimmte Zeiten und das Fahrtgebiet auf einzelne Gewässerabschnitte oder -strecken beschränken. Sie wird grundsätzlich nur befristet erteilt und kann mit einem Widerrufsvorbehalt versehen werden. Die Erlaubnis kann versagt, an Bedingungen und Auflagen geknüpft werden, soweit das Wohl der Allgemeinheit, die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs, die öffentliche Ruhe, der Schutz des Eigentums, der Uferbepflanzung oder Uferbefestigung, der gewässerbezogenen Flora und Fauna oder die Reinhaltung oder Unterhaltung des Gewässers es erfordern oder die von der Maschine erzeugten Emissionen den aquatischen Lebensraum oder die Luft nachteilig verändern können.

CO2 freier Antrieb durch Photovoltaik

Hamburg bekämpft den Klimawandel mit Diesel und Öl

Unzählige Bürger schrieben der Behörde und der Umweltsenatorin Jutta Blankau ( SPD)  Fragen wie diese: “Wie sollen wir unseren Kindern erklären, dass Alsterdampfer mit einem unfassbar hohen Dieselverbrauch auf der Alster fahren dürfen, ein solarbetriebenenes, ohne jeglichen CO2-Ausstoss fahrbares, vollkommen geräuschloses Boot jedoch nicht gewünscht oder von den bestehenden Vorschriften nicht erlaubt sein soll?”

Trotz Ihrer Zusage zur Hilfe vor 250 Zuschauern beim Umwelt Dialog auf Kampnagel im Juli 2011 ist von der Umweltsenatorin seitdem in der Sache nichts zu hören. So wie auch schon von ihrer Vorgängerin Frau Hayduk von der GAL herrscht solare Stille bei der Kommunikation mit den Bürgern, die offensichtlich das Sonderrevier Alster nicht für die weisse Flotte reserviert sehen wollen, sondern für ihre Kinder. Obwohl man grundsätzlich nichts gegen die Sache habe, ist ein Fortführen von Umweltschutz, wie ihn die Mitglieder von GREEN LIFE selbst finanziert anbieten, nicht möglich. Dies, obwohl der Masterplan der Stadt Hamburg aus 2010 zur Verbesserung der Umwelt genau dies fordert – die Förderung des Bürgers, der sich einbringen soll beim Umweltschutz und seiner Aufklärung beim Erreichen der Klimaziele.

HAMBURG BRAUCHT MEHR UMWELTSCHUTZ AUF DER ALSTER. DIES HATTE DIE SPD NOCH 2010 GEFORDERT. DIE ALSTER BRAUCHT DIE SOLARIS. WIE IST IHRE MEINUNG? SCHREIBEN SIE DER UMWELTBEHÖRDE!

 

Hamburger Solarboot darf nicht gekühlt fahren

November 6th, 2011
Vorsicht, Satire!

SOLARIS OHNE HEIZUNG ERWISCHT

Umweltbehörde beendet zum Glück frühzeitig erfolgreiche Aufklärungsarbeit mit Schülern und Hunderten Hamburger Bürgern

Riesenerfolg für die Hamburger Umweltbehörde.
Die “SOLARIS“, die seit dem 01.04.2011 auf der Alster als Vorzeigeprojekt der Europäischen Umwelthauptstadt 2011 kostenlos für alle Bürger Umweltaufklärung und erneuerbare Energie angeboten hat, wurde von der Behörde am 31.10.2011 an die Kette gelegt.

Die Fahrerlaubnis wurde nicht wie bei allen anderen Booten auf der Hamburger Alster bis zum 31.12.2011 erteilt, sondern schon zwei Monate früher eingezogen.
Als Grund wird der drohende Wintereinbruch mit gefährlichem Packeis vermutet. Die Solaris verfügt über keine Heizung, die das Packeis bewältigen könnte.

Einzig das vom Germanischen Lloyd sogar für Einsätze auf der Ostsee zertifizierte Solarboot ist von der Regelung betroffen. Alle anderen Boote sind offenbar nicht vom Packeis gefährdet, da sie ja weiterhin fahren dürfen.

Die Wasserschutzpolizei muss auf Anweisung der Umweltbehörde ein wachsames Auge auf das Solarboot haben, Touren bei dem gefährlichem Novemberwetter könnten sonst schlimme Folgen für die weiße Farbe des Boots haben. “Es geht nicht darum, daß wir nicht wollen, daß das Solarboot weiterhin fährt, es geht um was ganz anderes”, so hört man seit Monaten aus Regierungskreisen. Deshalb hat bis heute auch noch kein Mitarbeiter der Umweltbehörde das Boot je betreten.

Das Solarboot war auf der sonst in Sachen Umweltschutz armen Alster aufgefallen, weil es mit Kindern und Schulklassen Müllfischaktionen und ähnliche, der Natur schädigende Aktionen, veranstaltet hat.

“Das macht in Hamburg kein normaler Bürger“,
so Gerüchte aus der Behörde.

Hamburg in Angst vor noch mehr Umweltschutz

Die SOLARIS terrorisiert mit ihren Umweltaktionen die Natur. Als ganze Bierfässer und Ölkanister aus der Alster gefischt wurden, war eine Schmerzgrenze erreicht.

Während die in Hamburg regierende SPD von einem politisch motivierten Hintergrund, mit rechts bis linksextremen Sauberkeitswahn ausgeht, glaubt die Polizei, dass es sich bei der SOLARIS und den vielen Hamburger Schülern, die im Jahr 2011 geholfen haben die Alster in stundenlanger Arbeit sauber zu machen, lediglich um Einzeltäter handelt (siehe Photo rechts).

Aufgeheizte Stimmung

Seit langem hatte sich abgezeichnet, dass die Alster gar nicht so sauber ist, wie angenommen.

Das im Jahr 2007 noch geplante Alsterschwimmbad am Schwanenwik mussten wegen der schlechten Wasserqualität wieder abgesagt werden. Zum Unmut der Bevölkerung, die ja aber auch keinen autofreien Sonntag mehr will, weswegen diese auch gleich mit abgeschafft wurden. “Wir wollen baden, wir wollen gar nicht fahren”, so das Motto unzähliger Hamburger Bürger.

Es gibt nun wenig Hoffnung für die SOLARIS, da es sich nach Wunsch der Umweltbehörde bei der bislang erteilten Fahrerlaubnis um eine kurze und einmalige Genehmigung handeln soll, die in keinem Fall Nachahmer finden sollte. Die Stadt hat auch so schon genug Probleme mit nicht genehmigten Bauwagen-Bewohnern und brennenden Autos im Schanzenviertel.

Aber Umwelthauptstadt ist man ja zum Glück nur für ein Jahr, es wäre nicht auszudenken, wenn man jetzt auch in 2012 Umweltschutzaktionen von Bürgern dulden müsste.
“Wir werden wieder selbst schwimmen und nach Müll fischen”, kündigte eine Elterninitiative an, “so was darf unseren Kindern nicht als Vorbild dienen!”

SOS – Save Our SOLARIS

August 7th, 2011

Hamburgs Umweltboot ist in Gefahr!

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Die Saison 2010

Im Mai 2010 haben wir erstmalig die SOLARIS nach Hamburg geholt. Als einziges solarbetriebenes Umweltboot in Hamburg haben wir 6 Monate lang über 700 Menschen auf Umwelttouren kostenlos durch die Hafencity und Speicherstadt, über die Elbe zum IBA-Dock und den Elbinseln gefahren.

Nach diesem großartigen Erfolg für den Verein, für Hamburgs Bürger und alle Besucher wollte uns die zuständige Behörde der Stadt nicht länger im Hafen haben und erlaubt uns seitdem nicht mehr mit der SOLARIS weiter im Hafen zu fahren.

 

 

 

 

 

img_2036Daraufhin haben wir nach langem Kampf mit den Behörden im Umwelthauptstadtjahr 2011 eine eingeschränkte Genehmigung für Umwelttouren auf der Alster bekommen.

So können wir auch 2011 mit dem Solarboot SOLARIS aktiven Umweltschutz in Hamburg leisten.

 

 

 

Die Saison 2011

Ob Müllsammeln auf der Alster mit Kindern, Umwelttouren mit Jugendlichen oder Informationsfahrten über erneuerbare Energien mit Erwachsenen, die SOLARIS ermöglicht uns Klimaschutz erlebbar zu machen.

Auch die Presse ist begeistert und hat bereits mehrfach über das Projekt berichtet.

 

 

Wie geht es weiter?

Jetzt ist leider genau dieser aktive Umweltschutz in Gefahr, denn uns fehlt das Geld die SOLARIS noch bis zum Ende der Saison weiter betreiben zu können.

Wir brauchen Hilfe um unsere ehrenamtliche aktive Umweltarbeit weiterführen zu können.
Deshalb haben wir auf betterplace.org unsere eigene Spendenaktion gestartet und möchten Sie bitten uns bei dieser Aktion zu unterstützen:

SOS – RETTET DIE SOLARIS!

betterplace.org ist eine Plattform für soziales Engagement: Menschen, die Unterstützung brauchen, treffen hier auf Menschen, die helfen wollen. Mitmachen ist ganz leicht: Mit ein paar Euro sind Sie auch dabei und können eine richtig gute Sache unterstützen.

Sie können unsere Umweltarbeit mit der SOLARIS bei betterplace oder auch direkt über unser Spendenkonto unterstützen:

Green Life e.V.
Hamburger Volksbank eG
Kontonummer: 88 215 903
BLZ: 201 900 03

 

 

 

 

Die Green Life SOLARIS Expedition 2010 – Von der Elbe zur Ostsee

November 4th, 2010

Green Life SolarisJunge, sie kommt ja bald wieder…

Über 5 Monate hat das Solarboot SOLARIS die Stadt Hamburg, ihre Bürger und Besucher kostenlos mit informativen Fahrten auf dem Wasser und innovativer Technik für den Umweltschutz versorgt.

Seit Mai 2010 hat Hamburgs erstes Solarboot, nur durch die Kraft der Sonne angebtrieben, Hunderte von Bürgern begeistert und gezeigt, dass Mobilität auf dem Wasser ohne Kompromisse und ohne CO2 Emissionen möglich ist.

Ziel des GREEN LIFE Projekts ist das Vorführen und Erleben der Möglichkeiten, die uns allen schon heute im Kampf gegen den Klimawandel zur Verfügung stehen. Die Technologie ist vorhanden, wir müssen sie nur noch einsetzen. Alle internationale und unabhängige Studien zu drohenden Klimaszenarien kommen zum gleichen Ergebnis: wir haben wir nur noch bis zum Jahr 2020 Zeit unsere CO2-Emissionen unter Kontrolle zu bringen, um den globalen Temperaturanstieg auf maximal 2 Grad zu begrenzen.

Der am 20. Oktober 2010 vorgelegte Masterplan der Stadt Hamburg zu den dringend benötigten Veränderungen in Hamburgs Mobilität und Energiesektor unterstützt und bestätigt die Notwendigkeit der von GREEN LIFE eingeleiteten Aktionen. Die SOLARIS soll als Beispiel für eine neue Generation von umweltfreundlichen Booten auf Hamburgs Wasserwegen den Startschuss für ein Umdenken zugunsten der grünen Mobilität geben.

Zum Abschluss der Solarboot Saison 2010, tritt die SOLARIS am Montag, den 08.11.2010 ihre letzte Fahrt für dieses Jahr an. Als erstes Solarboot wird die SOLARIS von ihrem Liegeplatz im Hamburger Hafen von der Elbe bis zur Ostsee fahren. Dort geht das Boot bis zum Beginn der nächsten Saison im Mai 2011 ins Winterlager.

Der NDR begleitet mit einem Team vom Hamburg Journal die ca. 3-tägige Reise. Für alle Hamburger und Norddeutschen, die es in der Saison 2010 nicht geschafft haben mit der SOLARIS zu fahren, gibt es einen kleinen Rückblick in Bildern auf die schönsten Momente der erfolgreichen Saison 2010. Wir bedanken uns auf diesem Wege bei allen Skippern, die uns während der ganzen Zeit ehrenamtlich bei der Durchführung der Fahrten geholfen haben.

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Die SOLARIS wird im Mai 2011 wiederkommen.

Wir arbeiten zur Zeit mit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) an der Erlaubnis zum Einsatz der SOLARIS auf der Alster, um im Jahr der Klimahauptstadt 2011 Hamburgs Willen zur Erneuerung in Fragen der grünen Mobilität Taten folgen zu lassen. Wir freuen uns als gemeinnütziger Verein über Ihre Unterstützungen und Ideen hinsichtlich dieser für Hamburg wichtigen Entscheidung.

Green Life SolarisGreen Life Solaris

“Frag nicht was Dein Land für Dich tun kann, sondern was Du für Dein Land tun kannst.”
(John F. Kennedy)

Die SOLARIS und die Alster

Juni 21st, 2010

Elbe oder Alster – welches Wasser ist die Frage

Seit dem 01.06.2010 fährt das Green Life Solarboot SOLARIS auf der Elbe, in der Speicherstadt und Hafencity mit Gästen aus Berlin bis Bangalore mit der Kraft der Sonne im Tank lautlos durchs Wasser. Die SOLARIS liegt am wunderschönen Anleger im Traditionsschifffahrtshafen an den Magellan-Terassen in der Hafencity Hamburg und täglich beantworten wir dort auch interessierten Bürgern ihre Fragen zur Solartechnologie und den umweltfreundlichen Antrieben auf dem Wasser.

Die Elbe

Green Life Solaris auf der ElbeDie Elbe ist ein sehr schönes, aber nicht zu unterschätzendes Revier.

Im Hafenbereich gibt es täglich und besonders am Wochenende sehr viel Verkehr auf dem Wasser. Die starke Strömung, der Tidenhub von bis zu 3,6m und die je nach Wetterlage  starke Dünung macht es uns nicht immer leicht allen Bürgern gleichermaßen das Solarboot SOLARIS und seine umweltfreundliche CO2-freie Technologie näher zu bringen.

Einige Gäste sind mit unruhigem Wasser nicht vertraut, andere möchten mit ihren Kindern doch lieber auf eine große und stabile Barkasse im Hafen. Das ist verständlich und beim Hamburger Wetter nicht immer vermeidbar.

Die Alster

Green Life Solaris auf der AlsterDer Verein Green Life ist gemeinnützig und möchte den Service des Solarboots für jeden Bürger anbieten, insbesondere für Kinder und Jugendliche, denen wir Hamburg als Wasserstadt erlebbar machen möchten. Dieses ist auf der Alster aus verschiedenen Gründen einfacher und besser möglich. Die Alster hat im Bereich Binnen- und Außenalster eine sehr geringe Fließgeschwindigkeit, eine geringe Tiefe und keinen Tidenhub. Die Alsterkanäle laden ein mehr über Hamburg als Wasserstadt, die Flora & Fauna sowie die Umweltmaßnahmen auf Hamburgs Wasserwegen zu erfahren. Für die Umwelt- und Bildungsfahrten mit der SOLARIS wären hier ideale Bedingungen, gerade mit Gruppen von Kindern und Jugendlichen.

Das Problem

Die aktuelle Situation (Stand: 21.06.2010) ist, dass wir als Verein keine Genehmigung bekommen, weder permanent noch als Ausnahmegenehmigung mit der wir mit dem Solarboot auf die Alster dürfen. Die für diese Genehmigung zuständige Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, deren oberste Dienstherrin die Umweltsenatorin Frau Anja Hajduk ist, verweist auf die Alsterschifffahrtsverordnung und sieht keine Möglichkeit uns eine Genehmigung zu erteilen. Als Grund wird angegeben, dass die Behörde zwar einerseits für den Klimaschutz zuständig ist, aber auch den Gewässerschutz der Wasserwege gewährleisten muss und daher keine weiteren Maschinenbetriebenen Boote mehr auf die Alster lassen darf.

Green Life Solaris auf der ElbeDiese Haltung ist einerseits für uns nachvollziehbar, weil auch wir als Hamburger Bürger die Alster nicht über Gebühr belasten wollen und der Schutz des Gewässers und der damit verbundenen Pflanzen- und Tierwelt oberste Priorität haben sollte. Andererseits befahren bereits sehr viele Dieselbetriebene Schiffe der ATG und benzinbetriebene Motorboote der verschiedenen Segel- und Rudervereine die Alster täglich und belasten Luft und Wasser. Die Erlaubnis dazu haben sie durch den §2 der Alsterschifffahrtsverordnung, der den Maschinenbetrieb z.B. für Ausbildungsbetriebe oder historische alstertypische Fahrzeuge erlaubt. Dieser Paragraph wurde im Laufe der Zeit immer wieder erweitert, denn bestimmte Entwicklungen verlangten eine Anpassung der Verordnung an neue Verhältnisse.

Die Lösung

Wir möchten als gemeinnütziger Verein, der weder wirtschaftliche noch sonstige gewerbliche Interessen verfolgt, mit dem lautlosen und emissionsfreien lediglich 7m langen Solarboot SOLARIS auf der Alster den Hamburger Bürgern und allen Besuchern zeigen, dass regenerative Energien und neue Technologien schon heute einen schonenenden Umgang des Menschen mit der Natur ermöglichen. Wir möchten die nächste Generation heranführen an die Natur und den bewussten Umgang mit den endlichen Resourcen dieser Erde.

Die Green Life Solaris auf der AlsterAus diesem Grund hoffen wir, dass es gemeinsam mit der BSU, der Umweltsenatorin Frau Hajduk und hoffentlich auch Ihrer Unterstützung zu einer konstruktiven Lösung für alle kommt. Wir wünschen uns, dass die SOLARIS bald auf der Alster fahren darf, ob als Ausnahme für diese Saison bis Ende Oktober oder grundsätzlich um auch für die neue Generation von CO2-freien Antrieben einen Schritt voraus zu gehen. In jedem Fall wäre es ein Gewinn für die zukünftige Umwelthauptstadt Europas und für alle Hamburger Bürger

Was Sie tun können

Wir sind ein sehr kleiner Verein und angewiesen auf jede Form von Hilfe. Daher würden wir uns sehr über Ihre Unterstützung freuen. Schreiben Sie Frau Hajduk oder rufen Sie in Ihrem Büro an. Wenn Sie Ideen haben, mitmachen wollen oder einfach nur Ihre Meinung sagen möchten, nutzen Sie bitte unser Kontaktformular und teilen Sie uns Ihre Gedanken mit. Und natürlich sind wir als gemeinnütziger Verein auch auf Spenden angewiesen um unsere rein ehrenamtlichen Tätigkeiten aufrecht erhalten zu können. Wir freuen uns daher sehr über eine kleine Spende oder Ihren Beitritt als Mitglied.

Wie es weiter geht

Wir werden alle Neuigkeiten zu diesem Thema stets hier auf der Website veröffentlichen und auch die Medienberichterstattung im Pressebereich immer aktuell halten, in der Hoffnung irgendwann an dieser Stelle eine gute Nachricht verkünden zu können.

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