Hamburgs Umweltbehörde will kein Umweltboot auf der Alster

Januar 18th, 2012

“UMWELTHAUPTSTADT” WEHRT SICH MIT ALLER MACHT GEGEN AUFKLÄRUNGFAHRTEN DES EINZIGEN UMWELTBOOTS AUF DER ALSTER

Alster Umweltaufklärung für Schüler ersatzlos gestrichen

Die Hamburger Umweltbehörde hat die Idee des gemeinnützigen Vereins Green Life abgelehnt, ein weiteres Jahr kostenlose Umwelttouren für alle Bürger auf der Alster anzubieten (zum NDR Hamburg Journal Bericht mit diesen Link). Die SOLARIS hatte ihre Fahrerlaubnis im Umwelthauptstadtjahr 2011 nur erhalten weil sich ein Alsteranleger zur Verfügung stellte und sein Dieselmotorboot für die Solaris in 2011 still legte. Es bestand von Seiten der Umweltbehörde bis dahin kein Interesse noch aktive Förderung für ein Umweltboot und Aufklärungsfahrten auf der Alster im Umweltjahr. Nun soll mit den kostenlosen Umwelttouren, die der Regierung offensichtlich ein Dorn im Auge sind, endgültig Schluss sein. Zuvor wurde der Betrieb erschwert soweit es nur ging. Die SOLARIS bekam nach langem Insistieren nur eine Erlaubnis für drei Tage die Woche, dann wurde die Fahrten an das “Umwelthauptstadtlogo” gekoppelt und auf den 30.10.11 begrenzt, ursprünglich untersagte die Fahrerlaubnis sogar Fahrten mit Personen zu Vorführungszwecken. Eine gesetzliche Grundlage zu schaffen für CO2-freie Elektromobilität zu Schulungszwecken für Kinder, Schüler und alle, die unsere Welt demnächst gestalten werden, scheint für den Senat keine Option.

Amsterdam, der Freistaat Bayern und das Land Taiwan haben bereits jegliche umweltschädliche Dieseltechnik per Gesetz abgeschafft im Binnenschifffahrtsbereich. Elektroboote werden hier gefördert, brauchen in Bayern z.B. nur noch eine TÜV Prüfung und gar keine behördliche Anmeldung mehr auf Binnengewässern.Green Life hatte zusammen mit Utopia und dem Hersteller Solarwaterworld ein baugleiches Boot auf den Starnberger See gebracht, das dort ebenfalls begeistert aufgenommen wurde.

Die zentrale und für alle Bürger für Touren einfach zu erreichende Alster soll gegen das emissionsfreie Boot geschützt werden. Hierzu wird die Alsterschifffahrtsverordnung bemüht, die alle bisher vorhanden und genehmigten Boote legitimiert und deren eigentliche Hauptaufgabe der Gewässerschutz sein sollte. Der Sprecher der BSU (Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt), Christian Landbeck, entgegnete auf unzählige schriftliche Anfragen von Hamburger Bürgern, die weiterhin aktiven Umweltschutz auf der Alster mit der SOLARIS wollen mit der Begründung, die Alster schützen zu wollen. Aus dem Antwortschreiben: “Bitte haben Sie Verständnis dafür dass die Alsterschifffahrtsverordnung  dem Schutz des Gewässers und der Ufer sowie der Tiere und Pflanzen und der Landschaft dient und der Alster als Naherholungs-und Sportgebiet erhalten soll.“

Alle auf der Alster zugelassenen Motorboote unterliegen dieser Alsterschiffahrtsverordnung und werden mit zwei Ausnahmen mit Öl und Dieselkraftstoff betrieben. Wie soll dieser Sachverhalt die Umwelt und das Gewässer schützen? Die Vorbildfunktion und das Alleinstellungsmerkmal des in 2010 gebauten Solarbootes SOLARIS, das 100% emissionsfrei ist und seine Energie autark an Bord herstellt sei keine Grundlage für eine generelle Fahrerlaubnis und kostenlose Touren für Schüler und Hamburger Bürger. Auch die mit zwölf Jahre alter Technik ausgestattete “Alstersonne” der Alstertouristikgesellschaft fahre mit Solartechnik. Eine Tour mit der Barkasse kostet für Erwachsene ab 16 Jahren 13.00 EUR und für Kinder 6,50 EUR.(Quelle: ATG Website). Die Alsterflotte sollte nach und nach auf umweltfreundliche Antriebe umgerüstet werden, so die vollmundige Ankündigung aus dem Jahr 2000. Mit Steuergeldern angeschafft wurde seitdem nur ein Brennstoffzellenboot für 7,5 Millionen Euro, das gleich zu Beginn 2010 nach einem technischen Defekt ein Jahr wieder in der Werft lag.

Bürger fordern weiterhin kostenlose Umwelttouren

SEIT 11 JAHREN KEINE UMRÜSTUNG AUF UMWELTFREUNDLICHE ANTRIEBE

Die “vergleichsweise strengen Maßstäbe der Alsterschifffahrtsverordnung” sehen keine Proleme bei Passagierschiffbooten, die alle zwei Wochen ca. 1000 Liter Diesel benötigen ( Aussage des Heizers einer Alsterbarkasse auf Green Life Nachfrage) und natürlich permanent Abgase durch ihre Auspuffe ausstossen. Wer mit der SOLARIS gefahren ist, so wie mittlerweile über 1500 Bürger, konnte sich live davon überzeugen. Auch alle anderen Motorboote auf der Alster, die jährlich eine neue Fahrerlaubnis erhalten, mussten bislang nicht auf CO2-freie Antriebe umgerüstet werden. Auch die Klimaziele der Stadt Hamburg sehen dies anscheindend nicht vor. Die SOLARIS ist nach überprüfbarem Kenntnisstand das einzige Boot, das alle Auflagen erfüllt, die die Maßstäbe zur Verordnung bilden. Hier die Fakten:

Die Alsterschifffahrtsverordnung schreibt in ihrem § 2 Absatz 3 vor:

(3) Die Erlaubnis kann den Fahrbetrieb auf bestimmte Zeiten und das Fahrtgebiet auf einzelne Gewässerabschnitte oder -strecken beschränken. Sie wird grundsätzlich nur befristet erteilt und kann mit einem Widerrufsvorbehalt versehen werden. Die Erlaubnis kann versagt, an Bedingungen und Auflagen geknüpft werden, soweit das Wohl der Allgemeinheit, die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs, die öffentliche Ruhe, der Schutz des Eigentums, der Uferbepflanzung oder Uferbefestigung, der gewässerbezogenen Flora und Fauna oder die Reinhaltung oder Unterhaltung des Gewässers es erfordern oder die von der Maschine erzeugten Emissionen den aquatischen Lebensraum oder die Luft nachteilig verändern können.

CO2 freier Antrieb durch Photovoltaik

Hamburg bekämpft den Klimawandel mit Diesel und Öl

Unzählige Bürger schrieben der Behörde und der Umweltsenatorin Jutta Blankau ( SPD)  Fragen wie diese: “Wie sollen wir unseren Kindern erklären, dass Alsterdampfer mit einem unfassbar hohen Dieselverbrauch auf der Alster fahren dürfen, ein solarbetriebenenes, ohne jeglichen CO2-Ausstoss fahrbares, vollkommen geräuschloses Boot jedoch nicht gewünscht oder von den bestehenden Vorschriften nicht erlaubt sein soll?”

Trotz Ihrer Zusage zur Hilfe vor 250 Zuschauern beim Umwelt Dialog auf Kampnagel im Juli 2011 ist von der Umweltsenatorin seitdem in der Sache nichts zu hören. So wie auch schon von ihrer Vorgängerin Frau Hayduk von der GAL herrscht solare Stille bei der Kommunikation mit den Bürgern, die offensichtlich das Sonderrevier Alster nicht für die weisse Flotte reserviert sehen wollen, sondern für ihre Kinder. Obwohl man grundsätzlich nichts gegen die Sache habe, ist ein Fortführen von Umweltschutz, wie ihn die Mitglieder von GREEN LIFE selbst finanziert anbieten, nicht möglich. Dies, obwohl der Masterplan der Stadt Hamburg aus 2010 zur Verbesserung der Umwelt genau dies fordert – die Förderung des Bürgers, der sich einbringen soll beim Umweltschutz und seiner Aufklärung beim Erreichen der Klimaziele.

HAMBURG BRAUCHT MEHR UMWELTSCHUTZ AUF DER ALSTER. DIES HATTE DIE SPD NOCH 2010 GEFORDERT. DIE ALSTER BRAUCHT DIE SOLARIS. WIE IST IHRE MEINUNG? SCHREIBEN SIE DER UMWELTBEHÖRDE!

 

Hamburger Solarboot darf nicht gekühlt fahren

November 6th, 2011
Vorsicht, Satire!

SOLARIS OHNE HEIZUNG ERWISCHT

Umweltbehörde beendet zum Glück frühzeitig erfolgreiche Aufklärungsarbeit mit Schülern und Hunderten Hamburger Bürgern

Riesenerfolg für die Hamburger Umweltbehörde.
Die “SOLARIS“, die seit dem 01.04.2011 auf der Alster als Vorzeigeprojekt der Europäischen Umwelthauptstadt 2011 kostenlos für alle Bürger Umweltaufklärung und erneuerbare Energie angeboten hat, wurde von der Behörde am 31.10.2011 an die Kette gelegt.

Die Fahrerlaubnis wurde nicht wie bei allen anderen Booten auf der Hamburger Alster bis zum 31.12.2011 erteilt, sondern schon zwei Monate früher eingezogen.
Als Grund wird der drohende Wintereinbruch mit gefährlichem Packeis vermutet. Die Solaris verfügt über keine Heizung, die das Packeis bewältigen könnte.

Einzig das vom Germanischen Lloyd sogar für Einsätze auf der Ostsee zertifizierte Solarboot ist von der Regelung betroffen. Alle anderen Boote sind offenbar nicht vom Packeis gefährdet, da sie ja weiterhin fahren dürfen.

Die Wasserschutzpolizei muss auf Anweisung der Umweltbehörde ein wachsames Auge auf das Solarboot haben, Touren bei dem gefährlichem Novemberwetter könnten sonst schlimme Folgen für die weiße Farbe des Boots haben. “Es geht nicht darum, daß wir nicht wollen, daß das Solarboot weiterhin fährt, es geht um was ganz anderes”, so hört man seit Monaten aus Regierungskreisen. Deshalb hat bis heute auch noch kein Mitarbeiter der Umweltbehörde das Boot je betreten.

Das Solarboot war auf der sonst in Sachen Umweltschutz armen Alster aufgefallen, weil es mit Kindern und Schulklassen Müllfischaktionen und ähnliche, der Natur schädigende Aktionen, veranstaltet hat.

“Das macht in Hamburg kein normaler Bürger“,
so Gerüchte aus der Behörde.

Hamburg in Angst vor noch mehr Umweltschutz

Die SOLARIS terrorisiert mit ihren Umweltaktionen die Natur. Als ganze Bierfässer und Ölkanister aus der Alster gefischt wurden, war eine Schmerzgrenze erreicht.

Während die in Hamburg regierende SPD von einem politisch motivierten Hintergrund, mit rechts bis linksextremen Sauberkeitswahn ausgeht, glaubt die Polizei, dass es sich bei der SOLARIS und den vielen Hamburger Schülern, die im Jahr 2011 geholfen haben die Alster in stundenlanger Arbeit sauber zu machen, lediglich um Einzeltäter handelt (siehe Photo rechts).

Aufgeheizte Stimmung

Seit langem hatte sich abgezeichnet, dass die Alster gar nicht so sauber ist, wie angenommen.

Das im Jahr 2007 noch geplante Alsterschwimmbad am Schwanenwik mussten wegen der schlechten Wasserqualität wieder abgesagt werden. Zum Unmut der Bevölkerung, die ja aber auch keinen autofreien Sonntag mehr will, weswegen diese auch gleich mit abgeschafft wurden. “Wir wollen baden, wir wollen gar nicht fahren”, so das Motto unzähliger Hamburger Bürger.

Es gibt nun wenig Hoffnung für die SOLARIS, da es sich nach Wunsch der Umweltbehörde bei der bislang erteilten Fahrerlaubnis um eine kurze und einmalige Genehmigung handeln soll, die in keinem Fall Nachahmer finden sollte. Die Stadt hat auch so schon genug Probleme mit nicht genehmigten Bauwagen-Bewohnern und brennenden Autos im Schanzenviertel.

Aber Umwelthauptstadt ist man ja zum Glück nur für ein Jahr, es wäre nicht auszudenken, wenn man jetzt auch in 2012 Umweltschutzaktionen von Bürgern dulden müsste.
“Wir werden wieder selbst schwimmen und nach Müll fischen”, kündigte eine Elterninitiative an, “so was darf unseren Kindern nicht als Vorbild dienen!”

Zur letzten SOLARIS Ausfahrt im Herbst: Sonne pur

Oktober 14th, 2011

Kommen Sie doch einfach alle an Bord!

Was für ein Sonnenwochenende! Seit Monaten warten wir nur auf diesen schönen Herbst, und nun ist er da. Bei schönen 20C am Wochenende sollte man noch einmal sehen, was GREEN LIFE für die Umwelthauptstadt Hamburg und alle Bürger kostenlos bereit gestellt hat. Auf zur Solaris.

Kommen Sie am morgigen Samstag ohne Anmeldung einfach ab 12.00 Uhr vorbei. Wir freuen uns auf Sie an Bord mit vielen Informationen zum Stand des Umweltschutzes in Hamburg, über Wetter und Wasser und natürlich auch mit einer Menge Seemannsgarn. Es gilt das alte friesische Motto: “First come, First serve”, das ja auch die englischen Seefahrer von uns übernommen haben.

Die Solaris fährt nur mit der Solarenergie der Hamburger Sonne, der Umwelthauptsteg barca läuft mit Ökostrom. Wollen Sie auch umstellen? Klicken Sie hier.

Green Life sagt DANKE!

Oktober 10th, 2011

SOLARIS Rettungsaktion erfolgreich.

Anfang August 2011 haben wir zu einer großen Rettungs- und Spendenaktion für die Green Life SOLARIS aufgerufen, damit wir auch für den Rest der Saison 2011 die Umwelttouren mit der SOLARIS auf der Hamburger Alster durchführen können.

Dank der tollen finanziellen Unterstützung durch unsere Mitglieder und andere großzügige Spender, konnte die Saison 2011 gesichert werden und wir können die Fahrten mit der SOLARIS jetzt bis Ende Oktober anbieten, bevor die SOLARIS ins Winterlager geht.

Auch in diesem Jahr waren wieder viele begeisterte Gäste jeden Alters an Bord der SOLARIS, ob als Teilnehmer einer Umwelttour oder bei einer unserer “Müllfischen” Aktionen, um die Alster ein bisschen sauberer zu machen. Der Verein Green Life bedankt sich bei allen Unterstützern, Teilnehmern und seinen Mitgliedern, die uns diese wichtige Umweltarbeit ermöglichen!

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SCHIFFSnews

August 16th, 2011

Wetterfest bis in die Spitzen

Das war nur etwas für Hartgesottene. Seit Wochen liegt die Temperatur bei unter 20C, an Wochenenden gern noch mit Regen verbunden. Doch was für ein Wetter die SOLARIS Gäste am vorletzten Juliwochenende mitgebracht hatten, spottete jeder Beschreibung.

Trotz lausiger 12C und kältestem Wind waren die Norddeutschen aber nicht vom Ablegen mit uns abzubringen. Am Schluß war es ein voller Erfolg und alle sehr glücklich. Es wurde gesungen und gestaunt, was unser Solarboot so alles kann.

Fahren bei jedem Wetter

Regen, Kälte und Wind sind da noch die einfachsten Anforderungen an das Solarboot, und so wurde auch auf den Windschutz (Persenning) glorreich verzichtet. Es war ja Hochsommer.

Schiff klar, Strom klar

Nachdem wir als Leitbild für Umweltschutz auf der Alster in diesem Jahr eine Genehmigung bekommen haben, liegt es also an Ihnen, das einzige kostenlose Solarboot noch 2 Monate lang auszuprobieren.

An Bord kann man sich auch
von alten Atomstromverträgen befreien.

Unsere Solaris beweist täglich wie man selbst Strom produziert.
Für zuhause gibt’s unsere Ökostrompartner Hamburg Energie oder Entega.

Die erledigen alles für Sie.
Fragen Sie uns am Steg.

“Eine Seefahrt, die ist lustig, und mit Green Life auch noch schön.”

Green Life UMWELTHAUPTSTEG BARCA, An der Alster 67

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