Vorsicht, Satire!
SOLARIS OHNE HEIZUNG ERWISCHT
Umweltbehörde beendet zum Glück frühzeitig erfolgreiche Aufklärungsarbeit mit Schülern und Hunderten Hamburger Bürgern
Riesenerfolg für die Hamburger Umweltbehörde.
Die “SOLARIS“, die seit dem 01.04.2011 auf der Alster als Vorzeigeprojekt der Europäischen Umwelthauptstadt 2011 kostenlos für alle Bürger Umweltaufklärung und erneuerbare Energie angeboten hat, wurde von der Behörde am 31.10.2011 an die Kette gelegt.

Die Fahrerlaubnis wurde nicht wie bei allen anderen Booten auf der Hamburger Alster bis zum 31.12.2011 erteilt, sondern schon zwei Monate früher eingezogen.
Als Grund wird der drohende Wintereinbruch mit gefährlichem Packeis vermutet. Die Solaris verfügt über keine Heizung, die das Packeis bewältigen könnte.
Einzig das vom Germanischen Lloyd sogar für Einsätze auf der Ostsee zertifizierte Solarboot ist von der Regelung betroffen. Alle anderen Boote sind offenbar nicht vom Packeis gefährdet, da sie ja weiterhin fahren dürfen.
Die Wasserschutzpolizei muss auf Anweisung der Umweltbehörde ein wachsames Auge auf das Solarboot haben, Touren bei dem gefährlichem Novemberwetter könnten sonst schlimme Folgen für die weiße Farbe des Boots haben. “Es geht nicht darum, daß wir nicht wollen, daß das Solarboot weiterhin fährt, es geht um was ganz anderes”, so hört man seit Monaten aus Regierungskreisen. Deshalb hat bis heute auch noch kein Mitarbeiter der Umweltbehörde das Boot je betreten.
Das Solarboot war auf der sonst in Sachen Umweltschutz armen Alster aufgefallen, weil es mit Kindern und Schulklassen Müllfischaktionen und ähnliche, der Natur schädigende Aktionen, veranstaltet hat.

“Das macht in Hamburg kein normaler Bürger“,
so Gerüchte aus der Behörde.
Hamburg in Angst vor noch mehr Umweltschutz
Die SOLARIS terrorisiert mit ihren Umweltaktionen die Natur. Als ganze Bierfässer und Ölkanister aus der Alster gefischt wurden, war eine Schmerzgrenze erreicht.
Während die in Hamburg regierende SPD von einem politisch motivierten Hintergrund, mit rechts bis linksextremen Sauberkeitswahn ausgeht, glaubt die Polizei, dass es sich bei der SOLARIS und den vielen Hamburger Schülern, die im Jahr 2011 geholfen haben die Alster in stundenlanger Arbeit sauber zu machen, lediglich um Einzeltäter handelt (siehe Photo rechts).
Aufgeheizte Stimmung
Seit langem hatte sich abgezeichnet, dass die Alster gar nicht so sauber ist, wie angenommen.
Das im Jahr 2007 noch geplante Alsterschwimmbad am Schwanenwik mussten wegen der schlechten Wasserqualität wieder abgesagt werden. Zum Unmut der Bevölkerung, die ja aber auch keinen autofreien Sonntag mehr will, weswegen diese auch gleich mit abgeschafft wurden. “Wir wollen baden, wir wollen gar nicht fahren”, so das Motto unzähliger Hamburger Bürger.
Es gibt nun wenig Hoffnung für die SOLARIS, da es sich nach Wunsch der Umweltbehörde bei der bislang erteilten Fahrerlaubnis um eine kurze und einmalige Genehmigung handeln soll, die in keinem Fall Nachahmer finden sollte. Die Stadt hat auch so schon genug Probleme mit nicht genehmigten Bauwagen-Bewohnern und brennenden Autos im Schanzenviertel.
Aber Umwelthauptstadt ist man ja zum Glück nur für ein Jahr, es wäre nicht auszudenken, wenn man jetzt auch in 2012 Umweltschutzaktionen von Bürgern dulden müsste.
“Wir werden wieder selbst schwimmen und nach Müll fischen”, kündigte eine Elterninitiative an, “so was darf unseren Kindern nicht als Vorbild dienen!”