Elbe oder Alster – welches Wasser ist die Frage
Seit dem 01.06.2010 fährt das Green Life Solarboot SOLARIS auf der Elbe, in der Speicherstadt und Hafencity mit Gästen aus Berlin bis Bangalore mit der Kraft der Sonne im Tank lautlos durchs Wasser. Die SOLARIS liegt am wunderschönen Anleger im Traditionsschifffahrtshafen an den Magellan-Terassen in der Hafencity Hamburg und täglich beantworten wir dort auch interessierten Bürgern ihre Fragen zur Solartechnologie und den umweltfreundlichen Antrieben auf dem Wasser.
Die Elbe
Die Elbe ist ein sehr schönes, aber nicht zu unterschätzendes Revier.
Im Hafenbereich gibt es täglich und besonders am Wochenende sehr viel Verkehr auf dem Wasser. Die starke Strömung, der Tidenhub von bis zu 3,6m und die je nach Wetterlage starke Dünung macht es uns nicht immer leicht allen Bürgern gleichermaßen das Solarboot SOLARIS und seine umweltfreundliche CO2-freie Technologie näher zu bringen.
Einige Gäste sind mit unruhigem Wasser nicht vertraut, andere möchten mit ihren Kindern doch lieber auf eine große und stabile Barkasse im Hafen. Das ist verständlich und beim Hamburger Wetter nicht immer vermeidbar.
Die Alster
Der Verein Green Life ist gemeinnützig und möchte den Service des Solarboots für jeden Bürger anbieten, insbesondere für Kinder und Jugendliche, denen wir Hamburg als Wasserstadt erlebbar machen möchten. Dieses ist auf der Alster aus verschiedenen Gründen einfacher und besser möglich. Die Alster hat im Bereich Binnen- und Außenalster eine sehr geringe Fließgeschwindigkeit, eine geringe Tiefe und keinen Tidenhub. Die Alsterkanäle laden ein mehr über Hamburg als Wasserstadt, die Flora & Fauna sowie die Umweltmaßnahmen auf Hamburgs Wasserwegen zu erfahren. Für die Umwelt- und Bildungsfahrten mit der SOLARIS wären hier ideale Bedingungen, gerade mit Gruppen von Kindern und Jugendlichen.
Das Problem
Die aktuelle Situation (Stand: 21.06.2010) ist, dass wir als Verein keine Genehmigung bekommen, weder permanent noch als Ausnahmegenehmigung mit der wir mit dem Solarboot auf die Alster dürfen. Die für diese Genehmigung zuständige Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, deren oberste Dienstherrin die Umweltsenatorin Frau Anja Hajduk ist, verweist auf die Alsterschifffahrtsverordnung und sieht keine Möglichkeit uns eine Genehmigung zu erteilen. Als Grund wird angegeben, dass die Behörde zwar einerseits für den Klimaschutz zuständig ist, aber auch den Gewässerschutz der Wasserwege gewährleisten muss und daher keine weiteren Maschinenbetriebenen Boote mehr auf die Alster lassen darf.
Diese Haltung ist einerseits für uns nachvollziehbar, weil auch wir als Hamburger Bürger die Alster nicht über Gebühr belasten wollen und der Schutz des Gewässers und der damit verbundenen Pflanzen- und Tierwelt oberste Priorität haben sollte. Andererseits befahren bereits sehr viele Dieselbetriebene Schiffe der ATG und benzinbetriebene Motorboote der verschiedenen Segel- und Rudervereine die Alster täglich und belasten Luft und Wasser. Die Erlaubnis dazu haben sie durch den §2 der Alsterschifffahrtsverordnung, der den Maschinenbetrieb z.B. für Ausbildungsbetriebe oder historische alstertypische Fahrzeuge erlaubt. Dieser Paragraph wurde im Laufe der Zeit immer wieder erweitert, denn bestimmte Entwicklungen verlangten eine Anpassung der Verordnung an neue Verhältnisse.
Die Lösung
Wir möchten als gemeinnütziger Verein, der weder wirtschaftliche noch sonstige gewerbliche Interessen verfolgt, mit dem lautlosen und emissionsfreien lediglich 7m langen Solarboot SOLARIS auf der Alster den Hamburger Bürgern und allen Besuchern zeigen, dass regenerative Energien und neue Technologien schon heute einen schonenenden Umgang des Menschen mit der Natur ermöglichen. Wir möchten die nächste Generation heranführen an die Natur und den bewussten Umgang mit den endlichen Resourcen dieser Erde.
Aus diesem Grund hoffen wir, dass es gemeinsam mit der BSU, der Umweltsenatorin Frau Hajduk und hoffentlich auch Ihrer Unterstützung zu einer konstruktiven Lösung für alle kommt. Wir wünschen uns, dass die SOLARIS bald auf der Alster fahren darf, ob als Ausnahme für diese Saison bis Ende Oktober oder grundsätzlich um auch für die neue Generation von CO2-freien Antrieben einen Schritt voraus zu gehen. In jedem Fall wäre es ein Gewinn für die zukünftige Umwelthauptstadt Europas und für alle Hamburger Bürger
Was Sie tun können
Wir sind ein sehr kleiner Verein und angewiesen auf jede Form von Hilfe. Daher würden wir uns sehr über Ihre Unterstützung freuen. Schreiben Sie Frau Hajduk oder rufen Sie in Ihrem Büro an. Wenn Sie Ideen haben, mitmachen wollen oder einfach nur Ihre Meinung sagen möchten, nutzen Sie bitte unser Kontaktformular und teilen Sie uns Ihre Gedanken mit. Und natürlich sind wir als gemeinnütziger Verein auch auf Spenden angewiesen um unsere rein ehrenamtlichen Tätigkeiten aufrecht erhalten zu können. Wir freuen uns daher sehr über eine kleine Spende oder Ihren Beitritt als Mitglied.
Wie es weiter geht
Wir werden alle Neuigkeiten zu diesem Thema stets hier auf der Website veröffentlichen und auch die Medienberichterstattung im Pressebereich immer aktuell halten, in der Hoffnung irgendwann an dieser Stelle eine gute Nachricht verkünden zu können.


