Was macht eigentlich der Thunfisch?

August 7th, 2010

Unser SOLARIS Merkbuch informiert:

Als Boot liegt man ja naturgemäß im Wasser. Wir sind jetzt schon gute acht Wochen im Hamburger Hafen und da kommt einem unweigerlich der Gedanke “was passiert eigentlich so unter uns?

Nun, dieser Fisch schwimmt nicht unbedingt in der Elbe, aber wussten Sie zum Beispiel wie Thunfisch für Sie hergestellt wird? Kaufen können sie den ja überall in unserer schönen Hansestadt.

Angenommen Sie mögen Sushi. Da muss oft Thunfisch rein. Hier ein paar Infos wie Ihr leckeres,gesundes Fischmahl produziert wird. Bitte ins Merkbuch eintragen:

  1. Für die Herstellung von 1 Kilo Thunfisch werden 20 Kilo Hering und Makrele verfüttert.
  2. Thunfisch wird z.B. in Aqua Farmen in Malta produziert. Da werden aber keine Thunfische gezüchtet, sondern der Fisch wird im Mittelmeer gefangen und dann in der Aqua Farm gemästet bis er schlachtreif ist. In Aqua-Farmen kann man keinen Thunfisch züchten. Sie sind also auch kein Ersatz für unser Bedürfnis alles in Massen herzustellen.
  3. Das FutterMakrelen und Heringe, wird aus Mexiko geschifft. Das ist von Malta gute 7000 Km entfernt. Täglich werden mehr als 100 Tonnen an den Thunfisch verfüttert. Ob das gut ist?
  4. Wenn der Thunfisch fett genug ist wird er geschlachtet und MIT DEM FLUGZEUG (!) nach Japan und Deutschland geflogen,wo man so gern viel Sushi isst. Denn der Thunfisch muss ja schön frisch sein für uns.

Fazit: Bitte fragen Sie sich ob Sie das wirklich in Zukunft noch brauchen und unterstützen wollen. Makrelen und Hering könnte man auch gleich essen,ohne sie vorher in den Thunfisch zu stopfen. Denn Thunfisch wird es, wenn wir einfach so weiter essen in ca. 2-5 Jahren im Mittelmeer eh nicht mehr geben. Wir essen alle einfach zuviel davon. Ende der Durchsage.

Was sagt denn Ihr Bauch?

Dezember 8th, 2009

Folgen Sie Ihrem Bauchgefühl. Folgen Sie Ihrem Bauchgefühl?

Seit der industriellen Revolution von 1850 und den technischen Möglichkeiten, die sich dadurch in der Chemie und der Medizin hat der Mensch so ziemlich alles versucht, um seine Lebensmittel mit unsagbar viel Aufwand vermeintlich besser zu machen. Auch wurde alles probiert um uns mit Chemie das Essen billiger zu machen. Damit immer genug Überangebot im Supermarkt steht wird mehr gefischt und geschlachtet als jemals verbraucht werden kann zur Zeit.

Wo stehen wir damit heute? Wir haben Antibiotika im Essen. Wir haben Genfood. Wir hatten Frostschutzmittel im Wein. Tiere mussten ihre eigenen Artgenossen als Tiermehl essen. Eine Aufzählung ohne Ende.

Und hier die Gegenfrage: hat uns das alles in den letzten 150 Jahren ernährungstechnisch voran gebracht? Antworten Sie für sich selbst.

Und fragen Sie sich selbst: Haben wir weniger oder mehr Allergiker? Sind die Leute schlanker oder dickleibiger trotz verbessertem Nahrungsangebot. Fühlen wir uns sicherer wenn wir in den täglich gereinigten Supermarkt gehen als wenn wir zum Bauern gehen?

Anders gefragt – fühlen Sie sich auch besser wenn Sie Lebensmittel mit dem neuen BIO-Siegel, der EU oder anderen glaubwürdigen Zertifikaten konsumieren? Die Deutschen lieben Siegel, das steht fest. Sie sind notwendig geworden um einen Klarblick behalten zu können wem wir vertrauen können. Durch die Unpersönlichkeit und Urbanisierung unserer Gesellschaft haben wir leider den Kontakt zum uralten Hersteller unseres Essens, den Bauern, fast ganz verloren. Wer geht schon selbst mal Kartoffeln ernten oder hat noch einen Schrebergarten? Wer fragt mal direkt nach wie das alles hergestellt wird. Keine Zeit.

Dumpingpreise für Essen werden geliebt, man spart so schön. Bauernstreiks im TV sehen langweilig aus, es geht immer um bloss ein paar Cent mehr für Milch und Weizen. Wer sieht hier den Zusammenhang zu Lebensmittelskandalen?

Sollte Sie Ihr Bauchgefühl auch immer mehr verlassen, so sollten Sie sich nicht von der Lobbyarbeit der Lebensmittelindustrie täuschen lassen. Sehen Sie genauer hin. Lesen Sie unabhängige Zeitschriften wie “Ökotest”, die Ihnen die Wahrheit aufzeigen wie es um Ihre Lebensmittel steht.

Finden Sie heraus, dass Bio-Eier und die ökologische Hühnerhaltung doch besser sind als konventionelle, in denen u.a. Antibiotika verwendet wird. Kaufen Sie nur Fischprodukte mit dem MSC Zeichen (Marine Stewardship Council) für nachhaltigen Fischfang, das dafür sorgt dass wir auch noch in 50 Jahren überhaupt Fisch auf dem Tisch haben. Die Bedrohung der Fischausrottung ist übrigens auch sehr anschaulich im neuen “Maritimen Museum Hamburg” zu sehen. Geben Sie doch ruhig mal mehr für ein tolles Stück Fleisch vom Ökobauern aus, der seine Tiere wirklich noch kennt und hätschelt. Entdecken Sie, dass Ihr teures Mineralwasser mit Schwermetallen und Uran(!) belastet sind, Ihr Hamburger Leitungswasser dagegen eines der besten der Welt und Uran ist hier kein Thema.

Entdecken Sie, dass durch Ihre eigene bessere Einkaufsplanung viel mehr im Portemonnaie übrig bleibt, auch wenn Sie Bioprodukte kaufen. Und schließlich, wer sich beim Essen besser fühlt wird seltener krank, muss weniger zum Arzt und Sie werden von einer guten Krankenkasse dafür durch Beitragsrückzahlungen belohnt.

150 Jahre technische Revolution haben uns somit in weiten Teilen ernährungstechnisch nirgendwo hingebracht außer zu der Erkenntnis, dass wir zurücksteuern müssen. Wir werden wieder vernünftig.

Lassen Sie uns das schneller tun. Gemeinsam.

Green Life Mitglieder haben’s besser – Spezialangebot Weine

November 12th, 2009

Tolles Wein-Special. Nachhaltig Genießen als Greenie

IN VINO VERITAS. Der Dienstag Abend war für viele ein Abend voller Genuss und neuer Eindrücke. In der mit Kerzen und unzähligen Weinflaschen stimmungsvoll  gestalteten Umgebung der Weinbar “Dorotheum” wurden ein Vielzahl von weißen wie roten Weinen aus ökologischem Anbau kredenzt. Die fachkundige Leitung von Weinexperte Frank Nasemann führte die Teilnehmer über Weine aus Spanien und Umbrien bishin zu deutschen Rieslingweinen.  Einen kurzen Eindruck gibt das folgende Video:

YouTube Preview Image

MEMBERS ONLY:

Green Life Mitglieder haben noch bis zum 20. November die Möglichkeit alle bei der Weinprobe verkosteten ökologisch angebauten Weine im Weinhandel  “Dorotheum” mit 10% Rabatt pro Flasche zu bestellen. Ein Bestellformular und alle Infos zu den vorgestellten Weinen finden Sie im Mitgliederbereich!


Veranstaltung: WEINPROBE im Dorotheum

Oktober 26th, 2009

Überzeugen Sie sich wie gut nachhaltig angebaute Weine schmecken!

Am Dienstag, den 10. November 2009 wird das Atrium des Winterhuder “Dorotheums” zum Testlabor für alle Weinliebhaber. Wir möchten Sie herzlich zu einer Verkostung ökologisch angebauter Weine aus verschiedenen europäischen Ländern einladen.

Unter der Leitung vom Experten Frank Nasemann gibt es eine Reise durch die Anbaugebiete und viele weitere tolle Informationen rund um das Thema Wein. Fragen Sie was Sie schon immer über Wein wissen wollten, probieren Sie und überzeugen sich selbst von der erstklassigen Qualität dieser edlen Tropfen.

Der Kostenbeitrag für die Verkostung der Weine inklusive leckerer Snacks beträgt 10,- EUR für Green Life e.V. Mitglieder und 20,- EUR für alle anderen Besucher. Ein Grund mehr noch heute Mitglied bei Green Life zu werden. Das Anmeldeformular finden Sie gleich hier!

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir um verbindliche Anmeldungen bis zum 09.11.2009, bitte verwenden Sie dafür das untenstehende Formular. Ihre Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.

Datum: 10. November 2009
Beginn: 19.00 Uhr
Ort: Weinhandlung DOROTHEUM
Dorotheenstr. 176
22299 Hamburg
www.weinevomgut.de

Currywurst 2.0

Oktober 25th, 2009

Fast Food wird Clever Food

Sein wir mal ehrlich, das Ding schmeckt leider und tut manchmal viel fürs seelische Wohlbefinden. Dass es selbst bei so ernährungstechnisch negativ belegten Themen wie der Currywurst zu exzellenten Fortschritten in Hinsicht auf Nachhaltigkeit kommt freut uns. Denn viele von uns sind selbst Liebhaber des Deutschen liebster Wurst. Wenn man beim Fleischverzehr aber auch ein bisschen mitdenkt und clever konsumiert, kann man schon viel bewegen.

Bei einer Erkundungstour am Winterhuder Marktplatz stießen wir jetzt auf die neue Bio-Currywurst der Hamburger Firma Schmitt Foxy Food, die in immer mehr Stadtteilen Hamburgs und bereits überregional in Deutschland vertreten ist. Schmitt Foxy Food bezieht seine Biowurst von einem Biofleischhersteller in der Nähe von Hamburg, wo laut Presseinformation die Tiere “im Winter im Stall auf Stroh und im Sommer auf der Wiese stehen” – vorbildlich. Biofleischhersteller verwenden pestizidfreies Tierfutter aus eigener Produktion und benötigen keine Medikamente wie Antibiotika. Bei ihren Würsten verzichtet  Schmitt Foxy Food auf Zusatzstoffe wie Glutamat oder Lactose. All dies schmeckt man, wie wir beim Eigenversuch feststellen konnten. Nach diesem schmackhaften Test will man nie mehr zurück zur alten Industriewurst, die man fast immer aufgetischt bekam. Niemand erinnert sich gern an das was da wohl drin sein könnte.

Ergänzte man die zur Bio-Currywurst gehörige obligatorische Pommes noch durch einem schönen Bio-Ketchup, wie ihn z.B. der amerikanische Heinz Ketchup Konzern und andere Produzenten mittlerweile in jedem Supermarkt anbieten, und schon wird aus dem Thema Wurstgenuss ein ganz neues Lebensgefühl. Die neue Currywurst ist ein tolles Produkt, auf das wir viel zu lang gewartet haben.

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