Fukushima verhindern geht so:

März 16th, 2011

Ökostrom bestellen

Tchernobyl für die über 30-Jährigen. Fukushima für alle Jüngeren.

Brauchen Sie noch ein Argument? Sicher nicht. Der Jubiläums GAU, 25 Jahre nach Tchernobyl spricht für sich. Ihnen werden seit Jahren Lügen aufgetischt.

Kein deutsches Atomkraftwerk ist sicher!

Setzen Sie ein Zeichen:

HIER GIBT ES SICHEREN STROM. SOFORT.

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Ich liebe teures Benzin

März 8th, 2011

Benzin erreicht endlich 1,60 Euro

Was ist Ihnen  lieb und teuer?

Ihre Frau. Wenn’s gut läuft. Ihr Auto – wenn es läuft. Tut es doch aber meistens, oder? Und für das was man liebt ist einem nichts zu teuer. Daher kann man als Liebhaber vom Autofahren den Benzinpreis nur lieben, nein, man muss ihn sogar gern haben, denn erst jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen. Mit jedem Cent den Benzin teurer wird erkennt man erst sein wahres Ich. Und das seiner Mitmenschen. Wer sich das nicht mehr leisten kann ist ‘ne Flasche und kein echter Formel 1 Freak noch richtiger Autofan. Die Kinder brauchen wieder neue Schulbücher? Nächstes Jahr, das Geld gebe ich lieber für Benzin aus. Die Frau will mal wieder zum Frisör, klagt aber über Geldmangel. Nix da, das brauchen wir für die Spritztour zur Ostsee. Es ist nur all zu logisch das der Deutsche niemals einen zu hohen Benzinpreis beklagen wird. Denn er liebt von allen Dingen das Auto am meisten. Und das ist auch gut so. Wer nicht lernen will, muss fühlen – altes deutsches Kulturgut.

“Und kost’ Benzin auch 2,10 Euro…”

In den 80er Jahren war das ein Hit, und man tauscht heute einfach Mark gegen Euro, schon hat man 3,20 DM. Was waren das noch für Zeiten als die Grünen genau diesen höheren Benzinpreis fordeten.

Nun sind sie in Hamburg nicht mehr an der Regierung, aber das geforderte Ziel wurde spielerisch von Industrie und Volk erreicht. Jeder Preis wird ertragen. Zu Fuss gehen oder einfach jeden Sonntag autofrei machen um den Preis wieder zu senken – niemals.

Verringern liegt uns nicht. Erst am totalen Abgrund entwickeln und ändern wir uns. Bis dahin kann es noch einige Jahre gut gehen – es kann aber auch schon beim nächsten Finanzcrash ganz vorbei sein. Die meisten Autos in Deutschland sind auf Pumpkredit gekauft, denn Normalbürger haben nämlich gar nicht das Geld dafür. Nur Kredite machen den Autokauf eines Golf für schlappe 30.000 Euro möglich und sind die Basis des ganzen kranken Wirtschaftsystems. 2008 sind wir kurz am ganz großen Zusammenbruch der Weltwirtschaft vorbeigeschrammt. Jetzt gibt es neue Kredite für jedermann.

Ein Tag in der Woche privat autofrei und schon würden die Dinge anders laufen. Das simpelste Prinzip von Angebot und Nachfrage ist für alle nicht zu durchschauen. Wozu also noch ein 12.Schuljahr? Neun reichen doch für das bißchen Sachverstand auch. Das finden auch Shell, Aral, BP, Esso und Jet super. Jetzt wird wieder abkassiert weil Libyen zur Demokratie wird. Ein dolles Ding – und für alle sofort einleuchtend. Die Dummeit stirbt zuletzt. Dazu erliegt das Volk dem Irrglauben und den Erzählungen von Politik und Unternehmen, jeder 3. Arbeitsplatz hänge mit dem Autobau als wichtigstem deutschen Industriezweig zusammen. Dies stimmt nicht, wie aktuelle Studien bewiesen haben. Die für uns wichtigsten Arbeitsplätze müssen für Deutschland eh im autonomiebildenden Energiesektor liegen, denn Deutschland besitzt kein Öl. Auch E10 Biosprit ist eine Nullnummer und weder umweltfreundlich noch die Lösung für unsere Probleme.

Goldman Sachs warnt vor steigenden Ölpreisen und vor verheerenden Folgen für unser aller Zukunft. Brauchen Sie nicht, es hört sowieso niemand mehr zu. An der Tanksäule laufen die Uhren anders. Das Wandern ist nicht des Deutschen Lust. Der tägliche Stau oder besser “Highway to hell” zur Arbeit ist voll besetzt mit wahlmüden Bürgern.

SIE WOLLEN WENIGER FÜR BENZIN BEZAHLEN? DAS IST EINFACH.

LASSEN SIE JEDEN SONNTAG IHR AUTO STEHEN!

Neu, Kaputt. Kaufen, Neu!

Februar 21st, 2011

Ghana – Müllhalde der Welt

Wie lange haben Sie Ihr Handy schon?

Ist ihrem teuren Liebling grad neulich erst was zugestossen? Das Glas zerkratzt, einige Tasten funktionieren nicht. Oder auch im Büro oder zuhaus geht der  Drucker nicht mehr obwohl er erst ein Jahr alt ist? Im “Fachgeschäft” bekommen Sie nur die Antwort: irreperabel. Obwohl es Ihnen spanisch vorkommt folgen Sie dem Rat der Verkäufers. Was passiert dann?

In einem sensationellem TV Bericht deckt der Fernsehsender ARTE nach dreijähriger Recherche auf wie einfach wir es uns machen. Niemand lässt mehr irgendwas reparieren. Warum auch? Der Verkäufer im “Saturn” oder “Media Markt” sagt ja sowieso das wäre teurer als neu zu kaufen.

Dies ist genau so von der Industrie geplant. Das Problem ist, wir recyceln unseren eigenen Schrott kaum, noch kümmern wir uns um die vollständige Entsorgung. Alles zu teuer für unsere arme erste Welt. Wir bringen ihn dahin wo wir ihn nicht mehr sehen. Nach Accra, Hauptstadt von Ghana.

Elektroschrott. Ihr iPhone und Computer landen in Afrika

Dort ist er zwar nicht im geringsten aus der Welt, denn Afrika gehört leider nun mal noch dazu. Aber das Leben ohne Nachdenken und Konsequenzen unseres Konsums kann für uns weitergehen.

Das nächste superbillige Angebot des Supermarkts liegt schon in der Post. Neu, kaputt. Kaufen, neu. Das ist die Formel unserer Zeit.

Sie gilt nicht für die Bewohner von Ghana. Ein Beispiel ist der Odo River, der noch vor kurzem ein fischreiches Gewässer war. Heute ist er eine stinkende Müllhalde, auf der unser Müll liegt.

Entscheiden Sie selbst. Was sind eigentlich die wirklichen Kosten ihres Handys, Computers, Druckers wenn Sie sie schon nach 2 Jahren reparieren lassen müssen ? Warum geht eine Garantie nur 2 Jahre? Und warum brennt die älteste Glühbirne der Welt in Livermore seit 108 Jahren und ist in der EU als Produkt verboten? Warum hat diese Glühbirne bereits 3 Webcams überlebt?

KAUFEN SIE ANDERS EIN. LASSEN SIE REPARIEREN. FORDERN SIE BESSERE PRODUKTE.
ES IST SCHLIESSLICH IHR GELD.



Weniger Verzicht, mehr Genuss

Januar 2nd, 2010

Das Jahr 2010 hat gerade begonnen und viele Menschen nehmen den Jahreswechsel zum Anlass die Dinge zu benennen, die anders werden sollen. Die guten Vorsätze, auch wenn sie oft nur kurze Zeit als solche präsent bleiben und selten zu wirklichen Veränderungen führen, zeigen mit welchen Dingen wir unzufrieden sind und wie wir uns eine bessere Zukunft vorstellen.

In den meisten Fällen haben diese Vorsätze mit Verzicht zu tun: weniger essen, weniger rumsitzen, weniger Geld ausgeben usw. In Zeiten des Klimawandels und des immer stärker werdenden Bewusstseins für eine ökologische und nachhaltige Lebensweise, denken viele Menschen auch über die Auswirkungen ihres Verhaltens auf unser Ökosystem nach. Das führt dann zu den entsprechenden Neujahrsvorsätzen wie: weniger Energie verbrauchen, weniger Auto fahren, weniger kaufen. Jetzt wo doch alle vom vielen Verzicht reden den der Klimawandel mit sich bringt, vom Ende des Wohlstands, des bequemen und unbesorgten Lebens. Da heisst es Licht ausschalten, Heizung runterdrehen und frierend mit Rentierpulli im Dunkeln sitzen und sich asketisch am so vorbildlich ausgeübten Verzicht zu erfreuen.

Während diese Vorsätze durchaus lobenswert sind, haben alle das gleiche grundsätzliche Problem: sie propagieren Verzicht! Und wer will schon verzichten? Verzicht bedeutet weniger haben, bedeutet Bedürfnisse zu unterdrücken, bedeutet Nein zu sagen! Das ist das Grundproblem der guten Vorsätze, deswegen wird aus der Theorie leider selten auch Praxis. Die Amygdala, unser Lust- und Belohnungszentrum im Hirn macht es uns schwer nach Verzicht zu streben, denn Belohnung in Form von Glückshormonen gibt es nur für Genuss. Eine Zwickmühle also, wie kommen wir vom Verzicht zum Genuss und ändern gleichzeitig unsere Lebensweise?

Die Antwort ist einfach: die Perspektive entscheidet über Verzicht oder Genuss. Denn was wir bei der vorher genannten Perspektive nicht sehen ist, dass der Verzicht nicht erst in der Zukunft durch selbstgemachte oder politisch bedingte Änderungen kommt, sondern schon sehr lange ein ganz selbstverständlicher Teil unseres Lebens ist. So verzichten wir schon seit Jahrzehnten auf:

  • saubere Luft
    weil wir umgeben sind von PKW, LKW und diversen Formen von motorisierten Zweirädern, die im Zusammenspiel mit der Industrie eine gigantische Menge an Feinstaub und anderen Schadstoffen produzieren, die unsere Gesundheit schädigen und zu Krankheiten führen.
  • Ruhe
    weil wir umgeben sind von Lärmquellen, durch eben genannte mit Verbrennungsmotoren angetrieben Verkehrmittel, Industrie und andere Dinge, die unseren scheinbar so bequemen und verzichtfreien Lebenstil ermöglichen.
  • Sicherheit
    weil wir in den 80er Jahren bereits die erste nukleare Katastrophe in Tschernobyl erlebt und nicht daraus gelernt haben, sondern in unmittelbarer Nähe weiterhin Atomkraftwerke betreiben die immer wieder mit neuen Störfällen auf sich aufmerksam machen.
  • Gesundheit
    weil wir Lebensmittel, Kleidung, Möbel und technische Geräte kaufen, die mit Chemikalien vollgestopft sind, weil unser Obst und Gemüse den Geschmack durch Aromastoffe bekommt und wir nicht einmal die Inhaltstoffe dessen kennen, was unser Organismus verdauen muss.
  • Geld
    weil wir viel Geld ausgeben um mit dem Auto ins “Grüne” zu fahren, mit dem Flugzeug an die See zu fliegen, uns Dinge zu kaufen, die uns durch ihren Konsum das Glücksgefühl wieder zu geben, auf das wir schon so lange verzichten.
  • Zeit
    weil wir mehr und mehr arbeiten um vermeintlich mehr Ruhe, mehr Sicherheit, mehr Geld, mehr Genuss zu haben, weil wir stundenlang im Auto im Stau stehen, einen Parkplatz suchen, im Supermarkt an der Schlange stehen.
  • Gerechtigkeit
    weil wir für all diesen scheinbaren Wohlstand und Genuss andere Menschen und Ökosysteme ausbeuten, unterdrücken, bekriegen oder vernichten.
  • Spaß
    weil wir totz dieses Wohlstands und das ganzen Genusses immer weniger Spaß am Leben haben, immer mehr das Gefühl haben zu verzichten und immer weniger Genießen können.

Wenn wir unser Leben also mal genau betrachten, ist das alles ziemlich absurd. Wir verwenden unglaublich viel Zeit und Energie darauf zu verzichten! Dabei sind das genau die zwei Resourcen in unserem Leben, die begrenzt sind: Zeit ist die einzige Sache, die wir nicht wieder finden können wenn wir sie verloren haben und unsere Energie ist abhängig davon wie wir in eben dieser Zeit mit unserem Körper umgehen.

Natürlich ist das alles ziemlich stark polemisiert und pauschalisiert, aber es zeigt wie wir einem scheinbaren Genuss hinterherhetzen und dabei mehr und mehr verzichten. Warum also nicht mal die Perspektive wechseln und das ganze umdrehen: Genuss statt Verzicht! Das bedeutet wir genießen mehr weil wir:

  • öfter mal das Auto stehen lassen und zu Fuß gehen oder mit der Bahn fahren und keinen Stau, keine Parkplatzsuche und keinen Stress haben. Und je mehr Menschen wir mit diesem Genuss anstecken können, desto besser wird auch die Luft
  • bewusster mit unserem Stromverbrauch im Haushalt umgehen und durch energie-effiziente Produkte das Leben einfacher machen und dabei eine Menge Geld sparen.
  • mehr auf Qualität als auf Quantität bei unseren Lebensmitteln und anderen Konsumgütern setzen und Dinge kaufen die in unsere Umgebung hergestellt werden und deren Herstellungsprozess ohne Chemikalien auskommt.
  • Spaß am Leben haben, mehr Zeit zu genießen und mehr Energie für die Dinge die uns wirklich wichtig sind.

In diesem Sinne wünscht Green Life Ihnen ein genussreiches Jahr 2010, wir freuen uns darauf auch in diesem Jahr mit vielen Veranstaltungen und Vereinleistungen den Spaß und Genuss an einer nachhaltigen Lebensweise zeigen zu können!

Grün, Schlau, Sexy

Dezember 6th, 2009

Grün, Schlau, Sexy

Buch-Neuerscheinung zum UN-Klimagipfel

Martin Kleene, Gregor Wöltje
„Grün, Schlau, Sexy“

Wie Nachhaltigkeit unwiderstehlich wird und warum kein Weg daran vorbeiführt.

Rechtzeitig zum UN-Klimagipfel in Kopenhagen erscheint ein anschauliches Buch zum Thema Nachhaltigkeit. „Grün, Schlau, Sexy“ erklärt leicht verständlich das Prinzip der Nachhaltigkeit und gibt Denkanstöße, wie nachhaltiges Leben und Wirtschaften unwiderstehlich werden kann. Die Autoren Martin Kleene und Gregor Wöltje appellieren mit ihrer Sammlung aus Gedanken, Ideen und konkreten Handlungsanleitungen eindringlich an die Verantwortung jedes Einzelnen.

Martin Kleene: „Wir haben das Geld, das Wissen, die Ideen und die Technologie, um den Klimawandel zu stoppen und Nachhaltigkeit durchzusetzen. Voraussetzung hierfür ist aber, dass Nachhaltigkeit unwiderstehlich wird. Nur dann werden Millionen Menschen ihren Lebensstil ändern.”

Neben der ideologiefreien Auseinandersetzung mit dem Thema haben die Autoren großen Wert auf eine künstlerische Gestaltung jeder einzelnen Seite gelegt. So konnten sie mit Mirko Borsche einen der meist ausgezeichneten Gestalter Deutschlands für ihr Projekt gewinnen.

Gregor Wöltje: „Wir wollen Nachhaltigkeit leidenschaftlich und kraftvoll nahe bringen, in Inhalt und Gestaltung. Die plakative, provokante Gestaltung soll neugierig machen und wachrütteln.“

Die Autoren erheben mit ihrem Buch keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder wissenschaftliche Tiefe. Sie wollen zeigen, was sie zu Überzeugungstätern gemacht hat und mit dazu beitragen, dass Nachhaltigkeit zum Maßstab allen  Handelns und aller Entscheidungen in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft wird.

Stimmen zum Buch:

„Warnung, dieses Buch ist ansteckend! – Selbst für Skeptiker.“
Matthias Kowalski, Focus

„Wöltje und Kleene befreien die Nachhaltigkeitsdebatte vom ideologischen Ballast.“
Andrian Kreye, Süddeutsche Zeitung

„Dieses Buch rockt Herz’n Hirn.“
Peter Unfried, taz

„Ein unwiderstehlich anregendes Buch mit einer ‚nachhaltigen‘ Wirkung… Verzichten Sie nicht auf diesen Genuss!“
Martin Kloss, Schauspieler, Gründer von Green Life e.V., Hamburg

Die  Macher:

Die Autoren Martin Kleene und Gregor Wöltje verfügen über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Kommunikationsbranche. Mit ihrer Unternehmensberatung entwickeln sie Nachhaltigkeitsstrategien für Unternehmen, Marken und öffentliche Institutionen.

Der Art Director Mirko Borsche war jahrelang verantwortlich für die Gestaltung des Magazins der Süddeutschen Zeitung, das Magazin NEON und ist seit 2008 für die Gestaltung der ZEIT und des ZEIT-Magazins mitverantwortlich.

Das Buch wurde mit Hilfe der Memo AG klimaneutral hergestellt und ist ab sofort im Buchhandel für 12,95 Euro erhältlich. ISBN: 978-3-942071-03-1. Unter www.gruenschlausexy.de finden Sie ein digitales Cover zum Download und Originalseiten des Buches zum Blättern. Bestellung von Rezensionsexemplaren oder Interviewanfragen bitte direkt per email oder telefonisch.

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